Hoffmanns Erzählungen

 

© Marlies Kross

Hoffmanns Erzählungen

Phantastische Oper in fünf Akten von Jacques Offenbach
Libretto von Jules Barbier nach dem gleichnamigen Schauspiel von Jules Barbier und Michel Carré
Quellenkritische Neuausgabe von Fritz Oeser Deutsche Textfassung von Gerhard Schwalbe

Noch immer liebt der Dichter Hoffmann die Sängerin Stella, die ihn längst verlassen hat. Während ihres Gastspiels als Donna Anna in Berlin wartet er im Weinkeller „Lutter und Wegner“ auf sie. Doch er hat Angst vor dieser Begegnung. Stella wird ihn lieben, und er wird sie verlieren, so wie er sie immer verloren hat. Aus diesem Konflikt heraus beginnt Hoffmann zu erzählen. Dabei enthüllt sich Stella in seiner Phantasie als perfekter, doch puppenhafter Automat, als besessene Künstlerin, die dem Gesang nicht entsagen kann, und als venezianische Hure, an die Hoffmann nicht nur sein Herz, sondern auch sein Spiegelbild verliert und für die er zum Mörder wird. Olympia, Antonia und Giulietta – drei Frauen, drei Seiten seiner großen Liebe Stella. Überall, wo er auf sie trifft, findet er sie in den Zwängen einer ihm feindlich gesinnten Übermacht. Wenn er sie berührt, erleidet er eine Niederlage.

Der Komponist Offenbach hebt die Grenzen zwischen Realität und Fiktion auf. Groteske und unheimliche Elemente aus den Novellen E.T.A. Hoffmanns mischen sich mit der Biographie des Dichters zu einer bizarren Traumwelt. Merkwürdig wechseln die Figuren ihre Identitäten, verfolgen dämonische Gegenspieler unerbittlich alle Liebesversuche und zerrinnen gerade entstandene Lebensmöglichkeiten unversehens zu nichts. HOFFMANNS ERZÄH­LUNGEN ist eine Oper über den Künstler, der vor dem Leben in die Kunst flieht. Hoffmann trinkt sich während des Gastspiels Stellas in den Rausch – als die Sängerin ihn nach der Vorstellung aufsucht, erkennt er sie nicht mehr.

PREMIERE, 27. Oktober 2012

Musikalische Leitung                Evan Christ
Regie                                        Martin Schüler
Bühne                                       Hans-Holger Schmidt
Kostüme                                   Jessica Karge
Choreinstudierung                    Christian Möbius
Dramaturgie                             Katrin Böhnisch
Regieassistenz und
choreographische Mitarbeit      AnnaLisa Canton

Der Dichter Hoffmann              Jens Klaus Wilde
Die „Muse                                Marlene Lichtenberg
Der Stadtrat Lindorf, Coppelius,
Mirakel, Dapertutto                 Andreas Jäpel
Der Diener Andreas, Cochenille,
Franz, Pitichinaccio                 Hardy Brachmann
Die Primadonna Stella             Nora Lentner
Olympia                                  Debra Stanley
Antonia                                   Cornelia Zink
Giulietta                                  Gesine Forberger
Die Mutter Antonias                Carola Fischer
Lutter/ Crespel                        Jörn E. Werner, Ingo Witzke
Spalanzani                               Matthias Bleidorn
Hermann/ Schlemihl                Heiko Walter
Nathanael                                Dirk Kleinke

Geister, Studenten, Gäste,       Damen und
Matrosen, Publikum                 Herren des Opernchores
Giuliettas Gefolge                    Damen des Ballettensembles
Kellner und Erscheinungen      Herren der Statisterie

Es spielt das Philharmonische Orchester

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